Warum berührt es uns oft so sehr, wenn wir ein Baby im Arm halten?

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Warum berührt es uns oft so sehr, wenn wir ein Baby im Arm halten?

Warum löst ein Baby im Arm Gefühle aus?

Weil wir dabei an etwas in uns selbst erinnert werden. An einen Teil, der tief in uns vergraben, verschüttet und verletzt vor sich hin schlummert – der Teil, den wir „weggesperrt“ haben weil es irgendwann zu schmerzhaft war und wir nicht mehr „fühlend“ sein wollten. Starke Gefühle können die Folge sein.

Babies sind noch vollkommen Herz-offene, unschuldige, fühlende Wesen, die ihre Gefühle intuitiv ausdrücken. Aber es hört bald auf damit – da wir in einer Kultur des „Nicht-Gefühle-zeigens“ leben.
Denn Gefühle haben bei uns keinen so tollen Ruf – besonders, wenn es um unangenehme Gefühle geht: Angst haben, traurig sein, wütend sein, sich minderwertig oder ohnmächtig fühlen…..
All das wollen wir nicht. Wir lernen, auszuhalten oder zu unterdrücken, dagegen zu kämpfen oder uns abzulenken.

Aber wäre es nicht viel hilfreicher, Gefühle konstruktiv in unser Leben zu integrieren? Sie sind schließlich Teil unseres menschlichen Daseins.

Mit einem Baby hältst du quasi einen Spiegel in Händen, der dir auf eine stille Art und Weise, diesen fühlenden, berührbaren Teil in dir wieder zeigt. Diese Unschuld und Berührbarkeit, nach wir uns im Grunde genommen alle tief drinnen sehnen. Einfach so sein zu dürfen, wie wir sind und wie wir uns fühlen.
Aber jedes Kind begreift sehr schnell, dass das mit der Zeit „gefährlich“ wird, so „Herz-offen-fühlend-sich zeigend“ durch die Gegend zu rennen und so lernen wir schon früh, möglichst alles mit dem Verstand zu regeln. Wir beginnen uns, auf eine nicht besonders gute Art und Weise zu schützen.

Aber Gefühle sind starke Energien in unserem Körper, die einfach da sind.

Lerne, sie langsam in dein Leben zu integrieren. Das nächste Mal, wenn wieder etwas in dir hochkommt, schließe für einen Moment mal die Augen und versuche, all das da sein zu lassen, was sich in dir zeigt. Sei ein „konstruktives“ Ventil. Vielleicht traust du dich auch ganz einfach mal, deinem Umfeld zu zeigen wie es dir gerade WIRKLICH geht?

2. Oktober 2017 |Gefühle|0 Comments

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